DE | FR

Live-Dialog

Pädagogischer Dialog
Sie sind nicht eingeloggt, hier einloggen oder hier registrieren

Archiv Vierter Dialog mit Bernhard Pulver vom 16.05.2018

Moderator / Animateur - 16:03

Guten Tag! Heute findet hier der vierte Live-Dialog statt. Start ist um 16:30 Uhr.

Denken Sie daran: Damit Sie überhaupt eine Frage stellen können, benötigen Sie ein Profil auf dem Forum für Lehrpersonen.

Sie können sich hier registrieren: www.lehrperson-bern.ch/live-dialog/registrieren-live-dialog.html

Nach dem Sie den Bestätigungslink in Ihrem E-Mail-Account aktiviert haben, können Sie sich einloggen und mitmachen.

Moderator / Animateur - 16:04

Bonjour, aujourd’hui se tiendra le quatrième dialogue en ligne à partir de 16 h 30.

N’oubliez pas que, pour pouvoir poser une question, vous devez posséder un compte sur le Forum pour le corps enseignant.

Vous pouvez vous inscrire à l’adresse suivante : www.lehrperson-bern.ch/fr/dialogue-en-ligne/inscription-dialogue-en-ligne.html

Vous pourrez vous connecter et participer au dialogue après avoir activé le lien de confirmation qui vous sera envoyé par courriel.

 

Moderator / Animateur - 16:27

Ich begrüsse Sie herzlich zum vierten Live-Dialog.

Bernhard Pulver wird in wenigen Minuten eintreffen und auf Ihre Fragen antworten. Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion.

Moderator / Animateur - 16:28

Je vous souhaite la bienvenue au quatrième dialogue en ligne.

Bernhard Pulver se joindra au dialogue dans quelques minutes

pour répondre à vos questions. Je me réjouis d’assister à ce débat animé.

Moderator / Animateur - 16:31

Sie können nun Ihre Fragen stellen.

Moderator / Animateur - 16:31

Vous pouvez désormais poser vos questions.

Bernhard Pulver - 16:31

Liebe Chatterinnen und Chatter. Mes chers chatteurs et chatteuses.

C'est parti.

Willkommen

Ich bin bereit.

Bernhard Pulver

1. Kassiopeia - 16:32

Lieber Herr Pulver,

Sie haben uns Lehrpersonen des Kantons Bern stets mit ganz viel Respekt behandelt und sich mit grossem Engagement für unsere Interessen in der Politik eingesetzt: herzlichen Dank dafür!!!

Was könnte man aus Ihrer Sicht tun, damit dieser Respekt auch von Seiten der Eltern, der ganzen Gesellschaft wieder grösser und breiter getragen wird? In nordischen Ländern ist der Beruf z.T. viel besser angesehen als bei uns, weshalb wohl?

Bernhard Pulver - 16:35

Liebe Kassiopeia

Gern geschehen! Es war mir eine Freude und Selbstverständlichkeit, den Lehrerinnen und Lehrern Anerkennung entgegenzubringen.

Die Stärkung des Respekts ist eine gemeinsame Aufgabe von uns allen. Auch die Lehrerinnen und Lehrer können mit ihrer Arbeit, ihrem Engagement - auch innerhalb der Politik, z.B. durch ihre Mitgliedschaft in einem Berufsverband - dazu einen Beitrag leisten. Gute Schule steht und fällt mit Ihnen - und gute Schule steigert auch den Respekt vor der Lehrerschaft.

Ich finde, wir haben in der Schweiz in den letzten Jahren grosse Fortschritte in dieser Anerkennung gemacht, auch dank dem LCH. Weiter so!

2. Dufourspitze - 16:32

Guten Tag Herr Pulver,

Was denken Sie über Homeschooling und wo sehen Sie Chancen/Probleme darin?

Bernhard Pulver - 16:37

Bern ist in der Frage der Privatschulen und der privaten Schulung schon immer ein liberaler Kanton gewesen. Daran wollte ich nie etwas ändern. Homeschooling kann gut sein. Das Schwierigste ist vielleicht das, dass damit der wichtige Schritt der Kinder von der Familie in die Gesellschaft hinaus weniger gefördert wird. Und dieser Schritt ist extrem wichtig im Leben und der Entwicklung eines Kindes.

3. Simon Mosimann - 16:32

Guten Tag Herr Pulver

Danke, dass ich mich mit meinem Anliegen an Sie wenden darf.

Seit 17 Jahren unterrichte ich als Klassenlehrperson auf der Sekundarstufe 1 im Kanton Bern und besitze ein altrechtliches Seminarpatent (Integralpatent). Nun möchte ich den Master Abschluss auf Sek1 an der PH Bern absolvieren. Die PH Bern verlangt aber von mir, dass ich fast das gesamte Studium, d. h. 120 ECTS erarbeiten müsste. Ich finde dies absolut übertrieben. Von meiner bisherigen Berufserfahrung wird mir fa

Bernhard Pulver - 16:40

Ich verstehe Ihr Anliegen. Haben Sie noch einen Vorstufenabzug?

Moderator / Animateur - 16:33

Damit die Bearbeitungszeit im Rahmen bleibt, ist die Textmenge auf 500 Zeichen begrenzt. Bitte fassen Sie sich kurz.

Moderator / Animateur - 16:34

Afin de limiter le temps de traitement, chaque message ne peut dépasser 500 signes. Exprimez-vous brièvement

4. Kookaburra - 16:37

Tamara Carigiet arbeitet als Forscherin an der PHBern. Sie hat den Eintritt in den Kindergarten untersucht. Im letzten Wissenschaftscafé in Bern hat sie über die Ergebnisse ihrer Studie informiert. Offenbar sind 80 Prozent der Lehrpersonen für den Kindergarten der Ansicht, dass die Kinder heute zu jung in den Kindergarten kommen. Wie interpretieren Sie dieses Votum? Besteht Handlungsbedarf?

Bernhard Pulver - 16:42

Was wäre denn Ihrer Meinung nach das richtige Alter für den Eintritt? Ein Jahr später? Oder ist der Stichtag falsch gewählt?

5. Simon Aeberhard - 16:38

Guten Tag

Ich frage mich, wieso in der Kochschule stets Gerichte mit Fleisch gekocht werden müssen. Noch nie habe ich von einer Schule gehört, die ab und zu mal für alle SuS vegetarisch/vegan gekocht hätte – und dies, obschon gemäss Lehrplan max 3-4 pro Woche Fleisch gegessen werden sollte und das Bafu (Agroscope) letzten Herbst eine Reduktion des Fleischkonsums um satte 70% forderte.

Sollte man den HW-Unterricht nicht pro-veganer gestalten, damit die Ziele des Bundes/Lehrplans erfüllt werden?

Bernhard Pulver - 16:43

Ich habe auch andere Rückmeldungen. Ich würde Ihnen empfehlen, mit den Kochlehrkräften Kontakt aufzunehmen. Das NUR Gerichte mit Fleisch gekocht werden, dürfte die Ausnahme sein, da gibt es doch auch fleischlose Gerichte, schon nur Pizza, Pasta usw.

6. happyteaching - 16:39

Lieber Herr Pulver

In unserer Oberstufe werden ab Sommer kbf-Schüler in bestehende Regelklassen (Realniveau) integriert. Bei einigen Lehrkräften löst dies Entsetzen aus. Sie möchten das nicht und wenn, dann nur, wenn viele Unterstützungslektionen gesprochen werden. Doch ist es nicht so, dass Integration nur funktioniert, wenn die Kinder von den Lehrpersonen selber individuell so unterrichtet werden, dass sie sich als gleichberechtigtes Mitglied der Klasse verstehen?

Bernhard Pulver - 16:44

Wird bei Ihnen die KbF-Klasse aufgelöst?

7. Andrea Christian Meuli - 16:40

Sehr geehrter Herr Pulver

Sie haben sich während Ihrer Amtszeit für den Fortbestand der Intensivweiterbildungen im Kanton Bern eingesetzt und damit weit über 1000 Lehrpersonen eine bedeutende berufsbiografische Zäsur ermöglicht. Wie können Sie darauf Einfluss nehmen, dass Ihre Nachfolgerin Frau Häsler die Angebote der Intensivweiterbildung ebenso unterstützen wird wie Sie es getan haben?

Freundliche Grüsse

Andrea Meuli

Fachbereichsverantwortlicher der Intensivweiterbildung, PHBern

Bernhard Pulver - 16:46

Ja diese Intensivweiterbildung ist eine wunderbare Sache. Ich war immer Fan dieser Ausbildung. Deshalb haben wir auch nicht noch Änderungen an dieser Ausbildung gemacht, die Ausbildung ist gut und sollte meines Erachtens nicht zu viel öffentlich diskutiert werden. Ich sehe nicht, wieso Christine Häsler hier eine andere Haltung haben sollte, und meine MitarbeiterInnen werden ihr auch nichts anderes empfehlen!

8. Simon Mosimann - 16:41

Ja, ich habe noch einen Vorstufenabzug. Ich wäre aber sicher bereit, Studienleistungen zu erbringen, um den Vorstufenabzug aufzuholen.

Bernhard Pulver - 16:50

Das NDS als vereinfachte "Aufholbildung" wurde effektiv abgeschafft und es hatte zu wenig Nachfrage für eine Weiterführung. Das Thema ist sicher nicht beendet, wir sind mit der PH in Diskussion, namentlich über eine vereinfachte Nachqualifikation für Lehrpersonen.

Frage 8 ist eine Folgefrage zu Frage 3:
Die Antwort zu Frage 3 lautete:

9. vakavenidi - 16:41

Lieber Herr Pulver

Vielen Dank für Ihr tolle Arbeit! Lehrerbesoldung läuft ausschliesslich über die Lektionenzahl.Ob ich als Klassenlehrer aber 28 oder 27 Lektionen unterrichte merke ich in der Arbeitsbelastung nicht. Die Arbeitszeit hängt von viel mehr Faktoren ab. Gibt es da auch andere Ideen?

Bernhard Pulver - 16:54

Wollen Sie damit sagen, dass man Ihr Arbeitspensum auch auf 30 Lektionen erhöhen könnte und Sie nichts davon merken würden? Das finde ich eine etwas schwierige Argumentation und eine solche Veränderung würde ich aber auf jeden Fall bekämpfen...

Es gäbe in der Tat andere Arbeitszeitmodelle, ohne Lektionen bzw. Pensen. Ob dies für Sie von Vorteil wäre, bin ich nicht sicher. Auf jeden Fall wäre es eine RIESEN Reform mit neuen Vor- und Nachteilen. Ohne wirklich überzeugenden Mehrwert will ich keine neue Reform.

10. Kookaburra - 16:45

Es ist wohl in keinem Job gut, wenn man/frau sich überfordert fühlt. Meine Antwort lautet: 4-Augen-Prinzip. Und Ihre?

Bernhard Pulver - 16:56

Das Vier-Augen-Prinzip wäre sicher gut; für das erste Quartal haben wir es ja auch mit den Klassenhilfen flächendeckend ermöglicht. Eine Verlängerung ist ebenfalls in gewissen Fällen möglich.

Aber Sie haben ja die Frage nach dem Alter der Kinder gestellt. Was wäre denn Ihrer Meinung nach das richtige Alter für den Eintritt in den Kindergarten?

Frage 10 ist eine Folgefrage zu Frage 4:
Die Antwort zu Frage 4 lautete:

11. MariaM - 16:46

Guten Tag Herr Pulver

Ich arbeite in der Begabtenförderung. Von Arbeitnehmerseite wird erwartet, dass wir ausgebildet sind als BegabungsexpertInnen. Gleichzeitig sagt Bern aber, wir bieten diese Ausbildung nicht an. Wenn ihr sie aber aussenkantonal macht, bezahlen wir nichts. ....

Wie sehen Sie diese Situation?

Freundliche Grüsse

 

Bernhard Pulver - 16:58

Das Problem ist für mich neu und mir in diesen zwölf Jahren noch nicht begegnet. Wird in Ihrer Gemeinde für diese Lektionen eine ganz bestimmte Ausbildung gefordert?

12. happyteaching - 16:47

Nein. Es wird Platz für jüngere Schüler/innen geschaffen (Primarstufe). Auch das finde ich richtig, weil die Jugendlichen sind jetzt "reif", um bei uns aufgenommen zu werden.

Auch ich bekomme einen Schüler und freue mich sehr auf ihn. Im Team werden meine Ansichten eher belächelt. Doch der Schulleiter unterstützt mein Denken.

Bernhard Pulver - 17:02

Also Sie finden die Lösung gut, wenn ich es richtig verstanden habe. Mir scheint das die richtige Einstellung und ich gratuliere Ihnen dafür. Wenn ich richtig verstanden habe, sind bei Ihren Kolleginnen und Kollegen andere Vorstellungen vorhanden: Die Integration sei eher falsch bzw. nur sinnvoll bei vielen Zusatzlektionen.

Ich bin wie Sie der Meinung, dass Integration dann funktioniert, wenn die Haltung der Lehrkräfte positiv ist und auch der Unterricht entsprechend angepasst wird. Es ist nicht einfach eine Frage der Anzahl Lektionen.

Frage 12 ist eine Folgefrage zu Frage 6:
Die Antwort zu Frage 6 lautete:

13. lagerfeuer - 16:51

Guten Tag Herr Pulver

seit einem halben Jahr evaluieren wir die "Formative Beurteilung" - dazu verwenden wir, kantonal einheitlich, ca.100Textbausteine.

Damit werden Schüler auf NIcht-Leistungsgebiet in Kategorien erfasst, die nicht umbedingt die Motivation der SchülerInnen erhöht.

Dient dieses System nicht der weiteren Quantifizierung? Wäre nicht angebrachter, die Zeit besser für pers. Gespräche einzusetzen um die Schwierigkeiten der leistungsschwachen Schüler zu ermitteln u. zu fördern? vG

Bernhard Pulver - 17:04

Unbedingt. Persönliche Gespräche sind das Wichtigste.

Mir sagt die "Evaluation der formativen Beurteilung mit 100 Textbausteine" nichts. Mir ist gerade keine kantonale entsprechende Vorgabe bekannt. Was meinen Sie genau?

14. Simon Mosimann - 16:52

Wann ist ungefähr mit einer vereinfachten Nachqualifikation zu rechnen?

Bernhard Pulver - 17:10

Wir gingen einmal vom Sommer 2019 aus. Voraussetzung ist eine Ausbildungsplanung zusammen mit der Schulleitung, dann der Besuch der entsprechenden Ausbildungen im Regelangebot. Anschliessend erfolgt auch eine Reduktion der Vorstufenabzüge.

Es gibt auch noch den Weg der Lösung sur dossier, wo Teile Ihrer bisherigen Ausbildung bzw. Weiterbildung etc. angerechnet werden. Haben Sie schon mit der PH darüber gesprochen?

Frage 14 ist eine Folgefrage zu Frage 8:
Die Antwort zu Frage 8 lautete:

15. Simon Aeberhard - 16:54

Natürlich ist meine Beobachtung sehr subjektiv, aber auch bei Pizza und Pasta weiss ich von den angefragten Schulen, dass dort nur spezifisch für einzelne SuS explizit vegetarisch gekocht wird. Und dann liegt der Rechtfertigungsdruck wieder auf den einzelnen SuS.

Deshalb nochmals: Wäre es nicht erfolgsversprechender, wenn von oben (i.e. von Ihnen) eine Forderung käme, dass man den HW-Unterricht bzgl. Menüauswahl den heutigen ökologischen, ethischen und gesundheitlichen Erkenntnissen anpasst?

Bernhard Pulver - 17:14

Flächendeckende Vorgaben von oben entsprechen nicht meiner Philosophie. Ich bin überzeugt davon, dass die Lehrerinnen und Lehrer Fachkräfte sind und einen gewissen Freiraum haben sollen. Ich habe volles Vertrauen darin, dass die Lehrkräfte das im Allgemeinen sehr gut machen. Der Lehrplan 21 gibt auf jeden Fall die von Ihnen erwähnten Themen vor und es braucht eigentlich nicht zusätzliche Vorschriften. Es kann immer Lehrerinnen und Lehrer geben, die Dinge nicht gut machen. Das war für mich nie ein Grund deswegen für alle zusätzliche flächendeckende Vorgaben zu machen.

Frage 15 ist eine Folgefrage zu Frage 5:
Die Antwort zu Frage 5 lautete:

16. Magdalena Bösiger - 16:56

Rund um die Einführung des Lehrplan 21 wurde das Schwergewicht der Weiterbildung auf die Fachdidaktik gelegt. Sobald aber eine Lehrperson mit einer „Krise“ konfrontiert wird, sei es eine anspruchsvolle Konstellation in der Klasse, Spannungen im Kollegium oder mit der Schulleitung oder grosse Herausforderungen im Kontakt mit einzelnen Eltern, sind die Lehrpersonen auf ihre personalen Kompetenzen zurückgeworfen. Welche Unterstützungsmassnahmen sehen Sie in diesem Bereich für die Lehrpersonen?

Bernhard Pulver - 17:17

Das ist richtig: Die Weiterbildung im Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 war in erster Linie eine fachdidaktische Weiterbildung.

Im Bereich Weiterbildung der PH gibt es aber dauernd Kurse zur Weiterbildung und Beratungen der Lehrpersonen in ihren personalen Kompetenzen. Es gibt sogar in Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 in der "zweiten Staffel" breitere Weiterbildungen in diesem Bereich. Melden Sie sich doch dort einmal.

17. lagerfeuer - 17:03

Lieber Herr Pulver

bei selbständigen Abschlussarbeiten... können versteckt Eltern rsp.gebildete Bekannte im Hintergrund mitarbeiten - eine Gefahr für Chancengleichheit.

Wenn ich diese Problematik mit Kollegen diskutiere, dann sind sie sehr zurückhaltend, wie damit umzugehen sei.

Es scheint mir ein heisses Eisen:die Note zählt oft recht viel, verdächtigen Formulierungen nachzugehen ist aufwändig und heikel.Wie sollen wir das angehen?

Der Beobachter hat im Jan.18 davon berichtet ohne Lösungsvorsch

Bernhard Pulver - 17:20

Das ist natürlich völlig richtig: Das Elternhaus hat einen Einfluss auf die Ausbildung der Kinder. Und hier ist unser Einfluss letztlich beschränkt. Das können wir letztlich nicht verhindern. Eine Möglichkeit, dem zu begegnen sind die Präsentationen vor der Klasse, da merkt man schon einiges, ob der Schüler oder die Schülerin von seiner/ihrer "eigenen" Arbeit etwas versteht. Deshalb sind solche Präsentationen ein gutes Mittel.

18. maienkaefer - 17:03

Guten Tag Herr Pulver,

Zuerst einmal möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken für Ihre Arbeit als Erziehungsdirektor. Seit 18 Jahren bin ich als Schulleiter tätig und ich habe ihre Amtszeit als hervorragende Zeit erlebt.

Nur kurz als Rückmeldung - nicht mit der Erwartung dass Sie mein Problem lösen: Seit Jahren haben wir Mühe, Stellen zu besetzen. Seit einem Jahr ist es bei uns so. Ich finde keine Lehrpersonen mehr. D.h. alle Schulqualität verabschiedet sich im Moment im Wort "vakant"

Bernhard Pulver - 17:24

Danke für Ihre anerkennenden Worte - ich habe mein Bestes gegeben.

Ihr Problem ist mir bekannt und in der Tat kommt eine Pensionierungs"welle" auf uns zu und es kommen Mehrlektionen durch den Lehrplan 21. Wir werden das Thema intensiv diskutieren.

In den letzten zwölf Jahren war das Thema immer wieder bei mir auf dem Tisch und wir haben Massnahmen ergriffen: Zum Beispiel die Wiedereinführung des verlässlichen Lohnaufstiegs, das Aufholen beim Lohn, Verbesserungen in den Anstellungsbedingungen, Steigerung der Wertschätzung. Es hat derzeit wieder mehr Studierende an der PH, das ist eine positive Entwicklung. Ein relativ "einfaches" und schnelles Mittel wäre, wenn Teilzeitlehrkräfte ihre Pensen anheben. Manchmal höre ich auch von Abgängern der PH, sie suchten eigentlich eine 100 % Stelle und finden nur Teilzeitstellen...

19. Ruth Stämpfli-Zaugg - 17:06

Lieber Bernhard

Ich bin dankbar, dass ich die Zeit erlebt habe, in der du Erziehungsdirektor bist/warst. Mit deiner Achtsamkeit hast du ein Schulklima geschaffen, das von Wertschätzung und gegenseitigem Respekt geprägt war.

Vielen herzlichen Dank für alles und vor allem alles Gute und viel Freude bei den neuen Aufgaben, die auf dich warten

Bernhard Pulver - 17:26

Merci, liebe Ruth. Ich habe es sehr gerne gemacht und ich habe sehr sehr viel Schönes erlebt. Das es möglich sein würde, so viel zu bewegen, hätte ich vor zwölf Jahren nie gedacht. Vertrauen und Respekt ist aber immer eine gegenseitige Sache. Die Lehrpersonen haben genau so viel dazu beigetragen: Ich habe so viel positive Rückmeldungen und Vertrauen erlebt. Tausend Dank!!

20. MariaM - 17:08

Ja, man wünscht eine Weiterbildung, vorzugsweise ein CAS. Wir werden zwar nicht entlassen, wenn wir den CAS nicht ganz machen, aber es ist erwünscht.

Ich habe mich entschieden, ein MAS zu machen, weil ich interessiert bin und beisse aber an den hohen Kosten.

Wenn anschliessend der Lohn entsprechend wäre, würde es mir helfen.

 

Bernhard Pulver - 17:30

Sie machen wohl eine Weiterbildung an der PH Luzern oder der FH NW?

Es wäre allenfalls möglich, einen Teil der Kosten von uns zurückerstattet zu erhalten: Wir zahlen an Weiterbildungen, die nicht durch Bern subventioniert werden, bis zu 1'000 Franken pro Jahr, das ist immerhin schon etwas. Melden Sie sich bei uns (Amt für Kindergarten und Volksschule).

Ein CAS oder MAS kann auch durch zusätzliche Gehaltsstufen angerechnet werden (bis zu 6). Das müssen Sie mit Ihrer Schulleitung besprechen.

Frage 20 ist eine Folgefrage zu Frage 11:
Die Antwort zu Frage 11 lautete:

21. lagerfeuer - 17:08

die Textbausteine sind im Evento hinterlegt, dem Instrument, mit dem wir die Leistung der SchülerInnen erfassen.

Bernhard Pulver - 17:35

Wurde bei Frage 25 beantwortet

Frage 21 ist eine Folgefrage zu Frage 13:
Die Antwort zu Frage 13 lautete:

22. happyteaching - 17:10

Richtig, die Kollegen/innen sagen, dass ich keine Heilpädagogin bin und meinem Schüler nicht gerecht werden kann. Doch der Schüler und ich verstehen uns bestens und ich weiss, dass er sich auf meine Klasse freuen kann und wir auf ihn. Ich brauche keine Heilpädagogin in seinem Fall. Ich finde, er braucht einfach eine Lehrperson, die ihn so nimmt, wie er ist und ihm das mitgibt, was er braucht. Was denken Sie, lieber Herr Pulver? Bin ich zu optimistisch eingestellt?

Bernhard Pulver - 17:39

Aus Distanz ist das natürlich schwer zu beurteilen.

Das allerwichtigste ist aber in der Schule immer die Beziehung. Von dort her liegen Sie ganz sicher nicht völlig falsch!! Wenn sich der Schüler auf Sie und ihre Klasse freut und umgekehrt, ist schon mal eine riesen Chance.

Allerdings ist ein professioneller Blick zur Abklärung, ob man allenfalls eine Beeinträchtigung nicht richtig erkennt, immer wieder auch wichtig.

Frage 22 ist eine Folgefrage zu Frage 12:
Die Antwort zu Frage 12 lautete:

23. maienkaefer - 17:11

Ich mische mich ein:

Ich sehe das Problem auch. Nein, die Ausbildung wird nicht "verlangt", aber es ist schade, dass zwar der Kanton Begabtenförderung anbietet, Lektionen zur Verfügung stellt aber das CAS welches Lehrpersonen ausrüsten würde um diese Aufgabe professionell zu machen dann nicht anbietet.

Und eben, wenn man es dann an anderen PHs besucht, beteiligt sich der Kanton nicht an den (dort weil nicht subventioniert hohen) Kosten.

Bernhard Pulver - 17:40

Vgl. auch Antwort zu 20.

Übrigens: Die PHBern bietet Weiterbildungskurse zu Begabtenförderung an, aber kein CAS oder MAS.

Frage 23 ist eine Folgefrage zu Frage 11:
Die Antwort zu Frage 11 lautete:

24. (Anonym) - 17:15

Ja, ich hatte bereits vor drei Jahren ein Gespräch mit den Verantwortlichen der PH. Es ist so, dass mir meine Unterrichtserfahrung so angerechnet würde, dass ich die Praktika an meiner jetzigen Klasse absolvieren könnte. Ansonsten würden mir keine Teile meiner bisherigen Ausbildung angerechnet.

Bernhard Pulver - 17:43

Hmmm...

PS: Das Nachqualifikationsverfahren für erfahrene Lehrpersonen ohne adäquates Lehrdiplom startet diesen Herbst. Ich würde auf dieses setzen.

Frage 24 ist eine Folgefrage zu Frage 14:
Die Antwort zu Frage 14 lautete:

25. lagerfeuer - 17:16

die Textbausteine werden durch die Konferenz der Schulleitungen KSG zur verfügung gestellt.

Ungenügende SchülerInnen werden seit der Einführung der Jahrespromotion auch durch eine schriftl, formtive Beurteilung bewertet

Bernhard Pulver - 17:34

Aha, es geht um die Sekundarstufe II.

Die Jahrespromotion im Gymnasium haben wir begleitet durch eine Rückmeldung Mitte Schuljahr, wenn die Promotion gefährdet ist. Ist Ihnen das zur Verfügung gestellte Formular zu kompliziert oder zu umfangreich? Oder ist es für Sie aus pädagogischer Sicht falsch?

Frage 25 ist eine Folgefrage zu Frage 13:
Die Antwort zu Frage 13 lautete:

26. Kookaburra - 17:19

Ideal wäre wohl ab 4 Jahren eine flexible Handhabung mit Start auf Semesterbeginn.

Bernhard Pulver - 17:48

Mit der Einführung des zweijährigen Kindergartens für alle (HarmoS) haben wir diesen flexiblen Eintritt ermöglicht. Die Eltern können ihr Kind ein Jahr später in den Kindergarten schicken, praktisch formlos. Rund zehn Prozent der Eltern machen das auch.

Zudem ist auch ein reduziertes "Programm" des Kindes im ersten halben Jahr möglich.

Was damals niemand wollte - deshalb habe ich es auch nicht eingeführt, obwohl ich es geprüft habe -, war ein Eintritt aufs zweite Semester hin, weil das zu viel Unruhe in die Klassen gebracht hätte und für das Kind selber auch nicht einfach ist. Die Kindergartenlehrpersonen haben mir damals gesagt, sie seien kein "Jekami", wo man sozusagen nach Lust und Laune beginnen könne (etwas salopp formuliert, aber wir sind ja in einem Tschätt).

Frage 26 ist eine Folgefrage zu Frage 10:
Die Antwort zu Frage 10 lautete:

27. lagerfeuer - 17:23

sicher, aber das Notengewicht für die Präsentation ist ja oft nur 10 % der Schlsussnote...

Bernhard Pulver - 17:50

Ist das so? Meines Erachtens können Sie die Gewichtung für Ihre Notengebung weitgehend selber bestimmen. Sie sind der Fachexperte für Beurteilung (und Lagerfeuer)!

Frage 27 ist eine Folgefrage zu Frage 17:
Die Antwort zu Frage 17 lautete:

28. Kassiopeia - 17:23

Lieber Simon Mosimann, ich mische mich auch ein;-) da ich das Problem selber kenne und auch die Verzweiflung, dass nichts einigermassen Sinnvolles von der PH angeboten wurde. Meine "Lösung" war dann die Masterausbildung Heilpädagogik im IHP zu absolvieren... Ich bin immer noch glücklich über diese Entscheidung und kann in meinem Job als IF-LP und heilpäd. Lehrperson immer noch von der langjährigen Berufserfahrung als Lehrperson profitieren.

Also: werde Heilpädagoge, Simon!

Bernhard Pulver - 17:51

 

Frage 28 ist eine Folgefrage zu Frage 14:
Die Antwort zu Frage 14 lautete:

Moderator / Animateur - 17:31

Der Live-Dialog läuft bereits seit einer Stunde.

Vielen Dank, sind Sie hier dabei.

Nun ist Halbzeit.

 

Moderator / Animateur - 17:31

Le dialogue en ligne dure depuis une heure.

Merci d’être de la partie !

La moitié du temps imparti est désormais écoulée.

 

29. (Anonym) - 17:32

Guten Tag Herr Pulver,

hat die Bildungskommission die Kompetenz ein Konzept für den WAH- Unterricht abzulehnen um somit zu verhindern, dass eine Schule ein alternatives Konzept zu WAH einreichen kann Z.B. 2:3:0

Wenn nein warum nicht?

Bernhard Pulver - 17:53

Ich würde sagen, ja. Die Schulkommission ist für strategische Fragen verantwortlich, das Konzept für WAH kann als strategische Frage betrachtet werden (muss nicht). Die Erfahrung zeigt, dass oftmals in solchen Fällen Gespräche zu guten Lösungen führen. Gespräche bringen fast immer etwas.

30. Rebecca W. - 17:34

Cher M.Pulver,

Je m'interroge quand au futur de la pédagogie spécialisée. En effet, j'observe que les mesures mises en places (soutien pédagogique ambulatoire, FLS, Pool1-2, classe de soutien etc.) impliquent de nombreux intervenants autour d'une classe. Le suivi est instable et c'est davantage un soupoudrage d'aide qu'un soutien réel amenant à l'inclusion. Quel est votre réflexion au sujet du coenseignement qui me semble être une alternative pertinente ?

Bernhard Pulver - 17:58

J'ai fait une série d'entretiens dans le contexte du projet de révision de l'OMPP et j'ai bien perçu que la collaboration de l'équipe autour d'une classe est l'élément déterminant. Si l'intervention de l'enseignant spécialisé se limite à un regard ponctuel sur l'élève et pas sur la classe, c'est moins efficace et il arrive que l'enseignante régulière considère cette intervention comme une intrusion. En revanche, lorsque l'enseignante spécialisée vise l'ensemble du système de la classe, les besoins des élèves dans le contexte de la classe et rend l'enseignante régulière attentive aux besoins particuliers de certains élèves même en dehors de sa présence, tout le monde est gagnant.

31. saffet - 17:36

Lieber Herr Pulver, Auch ich habe Sie als Erziehungsdirektor sehr geschätzt! Die Schritte die wir schon zusammen gemacht haben sind gross, aber die künftige Arbeit erwartet uns. Wie sehen Sie es aus .. wie länge wird es sein bis die MINT-Fächer in die Primarschule besser integriert werden?

Bernhard Pulver - 17:59

Die MINT-Fächer sind doch im Lehrplan 21 schon integriert, in das Fach NMG? Oder verstehe ich Ihr Anliegen falsch?

32. lagerfeuer - 17:37

eher aus pädagogischer Sicht falsch - mein erstes Ziel ist, die gefährdete Person zur besseren Mitarbeit zu gewinnen - die Textbausteine zielen eher in Richtung Vermessung, worauf der Schüler eh schon zu stark sein schulisches Verhalten ausrichtet

Bernhard Pulver - 18:00

Ich nehme das mal mit und bespreche das intern. Vielen Dank für den Hinweis

Frage 32 ist eine Folgefrage zu Frage 25:
Die Antwort zu Frage 25 lautete:

33. Michael Jänichen - 17:38

Sehr geehrter Herr Pulver

Vielen Dank für Ihre konstruktive und ermutigende Arbeit als Erziehungsdirektor.

Meine Fragen betreffen die Sek2:

Wird seitens der EDK bereits über einen neuen Rahmenlehrplan für die Maturitätsschulen diskutiert? Gibt es einen in Diskussion befindlichen Zeithorizont?

 

Bernhard Pulver - 18:04

Wir vom Kanton Bern sind eher auf der Bremse: Wir sind der Meinung, es seien jetzt die Erkenntnisse aus der EVAMAR-Untersuchung sorgfältig umzusetzen (basale Kompetenzen als Teil des Curriculums und Kultur des gemeinsamen Prüfens) und auch die Informatik als obligatorisches Fach zu etablieren, bevor man schon wieder am Rahmenlehrplan "umeschrüblet". Aber das sehen nicht alle gleich, in der SonntagsZeitung äussern sich immer wieder Politiker, aber eben auch Bildungsleute, es bestehe Handlungsbedarf. Ich bin aber nach wie vor der Meinung, es sei hier nicht schon wieder die nächste Reform zu starten.

34. Kookaburra - 17:40

Lieber Herr Pulver

Noch eine Frage: Es wird immer schwieriger, kompetente Mitglieder für die örtlichen Bildungskommissionen zu finden. Haben Schulkommissionen aus Ihrer Sicht überhaupt eine Zukunft? Soll die Aufgabenverteilung zwischen Lehrpersonen, Schulleitungen, Schulbehörden und Schulaufsicht verändert werden?

Alles Gute für die Zukunft wünscht Ihnen Kookaburra

 

Bernhard Pulver - 18:05

Nein, liebe Kookaburra oder lieber Kookaburra, hier haben wir kein Projekt.

Schulkommissionen können für die Verankerung in der Bevölkerung durchaus Sinn machen und wir lassen es den Gemeinden offen, ob sie weiterhin Schulkommissionen führen wollen. Sie sind gesetzlich dafür nicht verpflichtet.

35. MariaM - 17:41

Vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, ich bin an der FHNW - die 1000.- pro Jahr stehen in einem schlechten Verhältnis zu den 20300.-- plus Spesen plus Zeit. Andere Kantone leisten substanzielle Beiträge.

Bernhard Pulver - 18:07

 

Frage 35 ist eine Folgefrage zu Frage 20:
Die Antwort zu Frage 20 lautete:

36. Michael Jänichen - 17:45

Ein anderes Thema ist die Interdisziplinarität auf der Sek2.

Bei der letzten "kleinen" Revision zum LP17 wird zwar Interdisziplinarität in allen Fachlehrplänen thematisiert, dennoch bleiben viele Arme vergeblich ausgestreckt, weil die Fachlehrpläne innerhalb der beiden Zyklen nicht aufeinander abgestimmt sind. Die Handlungshoheit liegt in den Schulhäusern.

Solle nicht bei der nächsten Revision schon bei dem Entwurf der Lehrpläne auf eine grössere Passung geachtet werden?

Bernhard Pulver - 18:09

Das ist möglicherweise ein richtiger Hinweis. Allerdings ist derzeit - zum Glück - keine nächste Revision in Aussicht. Histoire de stabilité....

37. cocodrilo - 17:45

Re-Bonjour

In der Bildungsstrategie 2016 wird die Chancengerechtigkeit von SuS ungeachtet ihrer soziokulturellen und geografischen Herkunft erwähnt. Obschon „interkulturellen Kompetenzen und Mehrsprachigkeit“ in einer „globalisierten Welt“ eine zentrale Bedeutung zugestanden wird, habe ich vergebens nach weiteren Hinweisen eines produktiven Umgangs mit den vorhandenen Sprachen gesucht Es würde um mehr als 'romantisierende Aspkete" wie 'Eveil aux langues gehen oder um den separierten HSK

GracIe

Bernhard Pulver - 18:10

Um was ginge es Ihnen denn vor allem?

38. saffet - 17:47

Wir kennen leider zu wenig über Begabtenförderung und Familien wählen ihre Wohnort basiert auf solche Sachen aus. Ich unterrichte ein hochbetagtes Kind und unser Schulhaus bietet nichts für ihn an. Die Eltern überlegen einen Umzug.

 

Bernhard Pulver - 18:12

Es ist einfach ein Spannungsfeld zwischen Freiräumen für die einzelnen Schulen und Gemeinden - mir ein sehr wichtiges Anliegen zur pädagogischen Weiterentwicklung der Schulen "von unten" und zur Motivation der Lehrpersonen - und flächendeckenden Vorgaben. Lässt man Freiräume zu, führt es einfach zu gewissen Unterschieden. Beides kann man zugleich nicht haben, habe ich gelernt.

Frage 38 ist eine Folgefrage zu Frage 11:
Die Antwort zu Frage 11 lautete:

39. happyteaching - 17:54

Da stimme ich Ihnen zu und deswegen läuft schon eine professionelle Abklärung (EB), um die Lernziele evtl. reduzieren zu dürfen oder anderes...

Nun mal situationsunabhängig: Mit welchem Argument für Integration würden Sie Lehrpersonen begegnen, die viele Jahre Unterrichtserfahrung haben und diesen integrativen Ansatz nicht verstehen?

Bernhard Pulver - 18:15

Durch eine sorgfältige und wertschätzende Diskussion, in der ich zuerst ihren Argumenten ganz fest zuhören würde, nachfragen würde und mir überlegen würde, wo sie vielleicht auch recht haben. Dann kämen mir von selbst die richtigen, wohlwollenden und überzeugenden Argumente.

Frage 39 ist eine Folgefrage zu Frage 22:
Die Antwort zu Frage 22 lautete:

40. saffet - 17:54

Können Sie bitte etwas zur Ausbildung für Begabtenförderung sagen? Ich finde es höchst Wichtig, weil wir öfters eher unbewusst mit solche Kinder begegnet sind.

Bernhard Pulver - 18:16

Das überfragt mich. Ich bin nicht Fachperson. Wenden Sie sich in dieser Sache doch an die PH. Die PH wird sich bei Ihnen melden, wenn Sie möchten.

41. saffet - 18:02

Die MINT-Fächer sind nur am Rand im Lehrplan 21 begriffen. Ich freue mich schon auf den nächste Lehrplan XX. Mit dem neuen Lehrplan können wir kein Thomas Alva Edison von unseren Kinder erwarten.

Bernhard Pulver - 18:19

Meines Erachtens sind im NMG 1. und 2. Zyklus viele Elemente von MINT drin, zum Beispiel "technische Entwicklung und Umsetzungen erschliessen, einschätzen und anwenden"; Energieumwandlungen, elektrische Energie, jede Menge solcher Dinge. Ist das Problem nicht manchmal fast eher, dass sich die Lehrpersonen zuwenig wagen, das zu wenig tun?

Frage 41 ist eine Folgefrage zu Frage 31:
Die Antwort zu Frage 31 lautete:

Moderator / Animateur - 18:03

Denken Sie daran: Damit Sie überhaupt eine Frage stellen können, benötigen Sie ein Profil auf dem Forum für Lehrpersonen.

Sie können sich hier registrieren: www.lehrperson-bern.ch/live-dialog/registrieren-live-dialog.html

Nach dem Sie den Bestätigungslink in Ihrem E-Mail-Account aktiviert haben, können Sie sich einloggen und mitmachen.

 

Moderator / Animateur - 18:03

Le saviez-vous?

Vous pouvez participer au dialogue en ligne avec un nom d’utilisateur anonyme ou avec votre véritable nom.

Si vous êtes déjà inscrit-e, vous pouvez modifier votre profil à tout moment : www.lehrperson-bern.ch/live-dialog/mein-profil.html

 

42. lagerfeuer - 18:04

nein, die Gewichtung ist an der FMS vorgegeben - sie beträgt da 1/3 für den mündlichen Teil - nur beurteilt da eine andere Lehrperson und wir haben eine Kriterienliste für die mdl. Präsentation, die nicht mit der schriftlichen zusammenfällt

 

Bernhard Pulver - 18:20

Ich dachte, Sie sprechen von der Sek I oder vom Gymnasium

Ist das im Lehrplan FMS so?

Frage 42 ist eine Folgefrage zu Frage 27:
Die Antwort zu Frage 27 lautete:

43. (Anonym) - 18:10

Vielen Dank für ihre Antwort.

Auch ein herzliches Dankeschön für die Möglichkeit auch andere Konzepte zuzulassen.Auch wenn dies sehr unterschiedlich gehandhabt wird.

Aus Erfahrung bin ich überzeugt, dass für Die SUS der praxisnahe Unterricht und vor allem das eigene Handeln unglaublich wichtig wäre und wie ich feststelle immer wichtiger wird. Dies wird mit der vorgegebenen Lektionentafel leider weniger möglich sein.

Nochmals herzlichen Dank für ihre grossartige Arbeit.

Bernhard Pulver - 18:20

Gern geschehen!

Frage 43 ist eine Folgefrage zu Frage 29:
Die Antwort zu Frage 29 lautete:

44. Rebecca W. - 18:10

Je vous rejoins sur l'efficacité d'intervention en regard de la classe entière. Néanmoins, j'observe que les enseignants n'ont ni l'énergie, ni les moyens de suivre la place autant de différenciation et de moyens pédagogiques adaptés pour des classes autant hétérogènes.. au détriment de l'élève en difficulté.

J'en profite poru vous remercier de votre engagement et votre confiance durant ces longues années. Merci d'être venu à notre rencontre!

Bernhard Pulver - 18:21

Je l'ai fait avec plaisir - merci de votre engagement pour les élèves!

Frage 44 ist eine Folgefrage zu Frage 30:
Die Antwort zu Frage 30 lautete:

Moderator / Animateur - 18:11

Damit die Bearbeitungszeit im Rahmen bleibt, ist die Textmenge auf 500 Zeichen begrenzt. Bitte fassen Sie sich kurz.

Moderator / Animateur - 18:11

Afin de limiter le temps de traitement, chaque message ne peut dépasser 500 signes. Exprimez-vous brièvement.

45. Michael Jänichen - 18:13

Für den Kanton Bern gilt das so, aber schweizweit sieht das ja anders aus. Und der Rahmenlehrplan ist schon ziemlich in die Jahre gekommen.

Gibt es eine Agenda der EDK oder muss man es gar so lesen, dass die lobenswerten Neuauflagen der kantonalen Lehrpläne einen neuen RLP sogar eher verzögern?

Bernhard Pulver - 18:23

Es gibt noch keine Agenda der EDK diesbezüglich. Die Frage ist weniger, ob die Neuauflagen kantonaler Lehrplände da einen Einfluss haben, sondern ob diejenigen Kräfte, die unzufrieden mit dem Gymnasium sind (z.T. immer gewesen sind), sich durchsetzen...

Frage 45 ist eine Folgefrage zu Frage 33:
Die Antwort zu Frage 33 lautete:

46. saffet - 18:15

Schade, viele hochbegabte Kinder lassen ihre Ressourcen auf den Tisch, weil wir nicht richtig wissen wie wir ihre Fälle handhaben. Eine Schule/ein Schulsystem sollte alles ausser Statisch sein.

Bernhard Pulver - 18:24

 

Frage 46 ist eine Folgefrage zu Frage 38:
Die Antwort zu Frage 38 lautete:

47. (Anonym) - 18:15

Wann wird der Kanton Bern den sogenannten 'monolingualen Habitus' überwinden?

Noch immer gibt es fast nur einprachige Lehrpersonen, mehrsprachige SuS sind in den weniger anspruchsvollen Klassenzügen übervertreten, die Schule ist noch fast so, als wäre die Schülerschaft fast ausschliessliche einsprachig.

Wie viele Generationen dauert es wohl noch, bis dass wir das vorhandene (Sprachen-) Potentiel tatsächlich anerkennen?

Bin ich zu pessimistisch, wenn ich an dabei an Generationen denke?

Bernhard Pulver - 18:27

Da verstehe ich Sie sehr gut. Das Potenzial unserer fremdsprachigen Kinder wird in dem Sinne noch zuwenig genutzt. Sie werden auch bald einmal Lehrpersonen, hoffentlich!

Das neue Lehrmittel Französisch versucht eigentlich genau hier auch einen Schritt zu machen: Didaktik der Mehrsprachigkeit, Parallelwörter usw. Aber da sind dann sofort Widerstände da.

Die PH Bern startet übrigens zusammen mit der HEP BEJUNE im Herbst 2018 einen bilingualen Studiengang Deutsch-Französisch Delémont-Bern. Tolle Sache.

Frage 47 ist eine Folgefrage zu Frage 37:
Die Antwort zu Frage 37 lautete:

48. Thomas Schütz - 18:16

Sehr geehrter Herr Pulver

Ich kann dem Beitrag von Ruth Stämpfli-Zaugg voll und ganz zustimmen. Die Schulen haben dank Ihrer Politik wieder zu dem gefunden, was im Zentrum steht.

Ich hatte das Glück an unterschiedlichen Anlässen von Ihnen teilzunehmen. Toll waren die klaren Aussagen, was möglich ist oder keine Chance hat. Es wäre zu wünschen, dass es Ihnen gelingt Ihrer Nachfolgerin Frau Häsler Sinn und Geist weiterzugeben.

Bernhard Pulver - 18:29

Ich bin überzeugt, dass Christine Häsler den Job in einem sehr ähnlichen Sinn und Geist machen wird. Sie wird es in IHRER Art machen und das ist richtig so und ich freue mich darauf. Wie ich sie kenne, ist ihre Grundhaltung aber meiner sehr ähnlich.

49. HappyQi - 18:19

Sehr geehrter Herr Pulver

Ich finde es sehr schade, dass die Zyklusdurchlässigkeit auf Seiten Lehrpersonen durch Lohnabzüge geprägt ist. Ist es nicht möglich eine Lohngleichheit für Lehrpersonen einzuführen und zusätzliche oder längere Ausbildungen mit zusätzlichen Stufen zu honorieren?

Bernhard Pulver - 18:30

Ein grösseres Thema, das jetzt die nächsten Minuten nicht mehr gelöst werden kann... Primarlehrerausbildung = Bachelor, Sek I = Master.

Aber Zusatzausbildungen werden aktuell schon mit zusätzlichen Gehaltsstufen honoriert.

50. Niesen - 18:22

Ganz herzlich möchte ich Ihnen danken für die vergangenen Jahre, in welchen Sie sich als unser Erziehungsdirektor in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt haben! Danke.

Der heutige Live-Dialog ist für mich ein eindrückliches Beispiel für Ihre Arbeit: Es nimmt Sie wunder, wie es den Lehrerinnen und Lehrern geht, Sie wollen zuhören und verstehen, mit Ihrer Politik setzen Sie sich für eine gute Volksschule ein.

Diese Haltung und Ihr Anliegen sind für mich während Ihrer Amtszeit spürbar geworden.

Bernhard Pulver - 18:32

Danke.

Diese Haltung kann jeder im Leben haben. Das ist nicht nur eine individuelle Sache von mir: Zuhören ist etwas vom schönsten im Leben. Erfahren, was die Anderen bewegt, von ihnen lernen, zu erleben, dass man selber nicht immer Recht hat und von anderen bewegt werden kann. Ich hoffe eigentlich, dass immer mehr Menschen das erkennen.

51. HappyQi - 18:25

Und sonst möchte ich Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz in all den Jahren bedanken. Sie haben Tolles geleistet!

Bernhard Pulver - 18:33

Merci pour les fleurs. Das macht Freude. Ich werde solche Reaktionen in die nächsten Monate mitnehmen und sie werden mich beschwingen.

52. lagerfeuer - 18:26

der Lehrplan ist sehr allgemein gehalten und spricht von

"Organisatorische Einzelheiten regeln die Schulen in einem schuleigenen Konzept.."

"Die Arbeit wird unter beratender Aufsicht einer Lehrperson der FMS verfasst. Diese begleitet die Schülerin, den Schüler, bespricht und bewertet am Ende die SA nach transparenten Kriterien."

sonst habe ich nichts gefunden - unser schulinternen "Leitfaden SA" legt diese 1/3 fest

Bernhard Pulver - 18:34

Dann würde ich Ihnen empfehlen, das Gespräch innerhalb der Schule zu suchen. Das müsste man in dem Fall doch diskutieren können.

Frage 52 ist eine Folgefrage zu Frage 42:
Die Antwort zu Frage 42 lautete:

53. lagerfeuer - 18:35

Danke viel mal - alles Gute!

Bernhard Pulver - 18:36

Frage 53 ist eine Folgefrage zu Frage 52:
Die Antwort zu Frage 52 lautete:

Bernhard Pulver - 18:37

Liebe Tschätterinnen und Tschätter.

Danke vielmals für die vielen spannenden Fragen und das Mitmachen beim Nachdenken.

C'était un plaisir de travailler avec vous, pendant toutes ces années.

Je vous dis au revoir avec, je l'admets, une grande mélancolie.

Bon vent à vous tous.

Bernhard Pulver

Moderator / Animateur - 18:37

Dies war der letzte Live-Dialog mit Bernhard Pulver als Erziehungsdirektor.

Ob es weitere Live-Dialoge geben wird, ist zurzeit noch offen. Wir werden Sie selbstverständlich darüber informieren.

Weitere Informationen zum Pädagogischen Dialog und andere Möglichkeiten zum Austausch finden Sie unter www.erz.be.ch/dialog

 

Moderator / Animateur - 18:37

C’était le dernier dialogue en ligne auquel participait Bernhard Pulver en tant que Directeur de l’instruction publique.

Il n’a pas encore été décidé si le dialogue en ligne sera renouvelé. Nous vous informerons lorsque nous en saurons davantage.

Vous trouverez des informations complémentaires sur le Dialogue pédagogique à l’adresse. www.erz.be.ch/dialogue